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Auszeit
Erholen Sie sich vom Feiertags-Stress - Euro 210,00 pro Person im Erika-Stammhaus - (buchbar Januar und Febraur 2012 nach Verfügbarkeit)
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Marathon im Endstadium
Sternekoch Karl-Emil Kuntz und sein kulinarischer Kraftakt im Dienste des Bundespräsidenten - Speisen stehen Pate für die Region
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Unsere Lieblinge des Jahres
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: „Pfälzer Stube“ im Hotel „Krone“ in Herxheim mit Chefkoch Karl-Emil Kuntz
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Geschmacksache: Das Salz von der Pfalz
Karl-Emil Kuntz von der „Krone" in Herxheim ist in der schönen Lage, bei sich selbst in die Schule gehen zu können: Der Gourmetkoch lernt vom Regionalkoch.
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Wanderführer Helmut Laux
Helmut Laux, geboren 1947 in Herxheim, konnten wir als kundigen und erfahrenen Wanderführer für Sie engagieren!
Marathon im Endstadium
Für Deutschlands Bundespräsidenten Christian Wulff und Diplomaten aus aller Welt war der Besuch in Deidesheim zum Abschluss seiner Pfalzvisite am Dienstag der ganz private Teil eines eindrucksvollen Tages. Für den Haynaer Sternekoch Karl-Emil Kuntz und sein 30-köpfiges Team glich der logistische Kraftakt eher einem „Marathon im Endstadium".
Eine Mütze Schlaf hat er inzwischen genommen, die seit Tagen währende Anspannung istvon ihm abgefallen, als er gestern vom Vorabend in Deidesheim berichtet. Freilich, für den Kronenwirt in Hayna, der schon viel Prominenz verwöhnt hat, steht nicht jeden Tag der Bundespräsident auf der Gästeliste. Schon gar nicht samt Diplomatischem Korps aus vielen Ländern dieser Welt. Und zwölf Gänge in Spitzenqualität in gerade einmal 60 Minuten akkurat zu servieren und das gleich 2400-fach, ist nicht das Alltagsgeschäft eines Karl-Emil Kuntz. Bewirtung auf höchstem Niveau orientiert sich in der Regel an anderen Herausforderungen.
Die Hektik war perfekt, als am Dienstag, kurz nach Mittag, entschieden wurde, die komplett samt Gläsern und Blumenschmuck eingedeckten runden Tische - 25 an der Zahl -von der Villa des Weingutes von Winning hinaus in den Hof zu tragen. Es hat geklappt. Und es lief wie am Schnürchen. So wurde der Innenhof gastlicher Rahmen für die zwölfteilige kulinarische Reise. Edle Tropfen aus dem Keller des Weingutes, gepaart mit denKöstlichkeiten aus dem Hause Kuntz, boten Pfalz vom Feinsten. Und als dann später - noch hatte die Berliner Gästeschar das Gazpacho von Paprika, Basilikumund Kirschtomaten gar nicht gekostet - Gastgeber Wulff „von einem der besten Köche Deutschlands" sprach, der heute sein Können unter Beweis stelle, da freute sich nicht nur Karl-Emil Kuntz, sondern sein ganzes Team, über solche Wertschätzung.
Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, „Kuntzianer" seit vielen Jahren, habe ihm den Geheimtip gegeben, verriert der Bundespräsident dem südpfälzischen Gastronomen. Wulff versprach, in seiner Amtszeit auf jeden Fall nach Herxheim kommen zu wollen. So wie es vor ihm bereits seine Vorgänger Horst Köhler und Richard von Weizsäcker getan hatten. Und weil Küchenmeister Karl-Emil Kuntz keiner ist, der seine Herkunft verleugnet, vielmehr stolz ist, in einem so gesegneten Flecken dieser Erde leben und arbeiten zu dürfen, standen auch die Speisen Pate für eine Region der Gourmets. Was wäre Gateau von der Gänseleber mit Gewürzschokolade und Honigkuchen ohne Pfälzer Feigen? Und dann erst der köstliche Cappuccino vom Pfälzer Spargelmit Gamberoni und Schnittlauch. Fehlen durfte auch Supreme von geräuchertem Saibling auf einem leckereren Kartoffel-Gurkensalat nicht. Dass fruchtige Dessertsohne Haynaer Himbeeren oder südpfälzische Erdbeeren in dieser Jahreszeit geradezu undenkbar wären, versteht sich von selbst.
Ob es nun die Wachtelroulade im Kartoffel-Baumkuchenmantel auf cremigem Frühlingslauch-Risottooder eher der Yellowfin-Thunfisch mit Estragontaboulé und Koriander-mayonaisedem Staatsoberhaupt angetan hat, bleibt das Geheimnis des Bundespräsidenten. Für Karl-Emil Kuntz zählt alleine die Tatsache, dass sich auch beim kulinarischen Part des Staatsbesuchs die Pfalz von ihrer Sonnenseite zeigte -und das gleich in doppeltem Sinne.
Vergessen war gestern jedenfalls alle Hektik, die im Vorfeld das Geschehen bestimmt hatte. So wie das eben ist, wenn man den gewohnten Rahmen sprengt und Perfektion durch mehr als eine Prise Improvisation gewürzt werden muss. Und wenn logistischer Aufwand erst zur Meisterleistung gediehen ist, dann ist auch rasch alle Unbill verdrängt und Genugtuung ob des Erreichten allemal erlaubt.
DIE RHEINPFALZ-NR. 122 KREIS SÜDLICHE WEINSTRASSE DONNERSTAG, 26. MAI 2011





